02.2015 Jahreshauptversammlung

Die Unternehmerfrauen im Handwerk Arbeitskreis Härtsfeld-Ipf-Ries e. V. trafen sich zur Jahreshauptversammlung im Hotel am Ring in Nördlingen. Die Mitglieder wählten Hildegard Landsperger  zum vierten Mal in Folge zu ihrer ersten Vorsitzenden. Für das vergangene Jahr konnte wieder eine positive Bilanz gezogen werden, im Hinblick auf Mitgliederentwicklung und der Teilnahme an den Veranstaltungen. Im Anschluss an die Regularien folgte der Vortrag „Wenn der Staatsanwalt klingelt“.

Der Willkommensgruß der Vorsitzenden Hildegard Landsperger galt unter anderem Edgar Horn, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Ostalb, Hubert Fischinger, Geschäftsführer der IKK classic in Ostwürttemberg und Andreas Press von der DEURAG AG. In ihrer Ansprache berichtete Hildegard Landsperger von den Aktivitäten des Vorstandes und gab Veranstaltungen des Landesverbandes bekannt. Sie zeigte sich erfreut über die positive Entwicklung des Arbeitskreises und die äußerst gute Teilnahme an den Seminaren.

 

Schriftführerin Ilse Matscheko ließ anschließend ein ereignisreiches Jahr mit 13 Veranstaltungen Revue passieren. Auftakt im Januar 2014 war die Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen des Arbeitskreises. Danach folgten Vorträge zu Themen wie „gesetzliche Änderungen“, „Zeitmanagement“, „rechtliche Fallstricke im Internet“, „Klartext zur Eurokrise“, „Wechseljahre“ oder eine Schulung  „Mobiles Internet mit iPhone und iPad“. Großen Anklang fand das Seminar „Energieschub für das Büro“, das mit Unterstützung der Sparkasse Nördlingen und Donauwörth durchgeführt wurde. Ebenso das Fitnessprogramm mit Gabriele May von der IKK Classic. Die Handwerkskammer Ulm unterstützte eine Veranstaltung zum Thema „Was ist mein Betrieb wert?“.

 

Geordnete Finanzen konnte Diana Geiger vorweisen. Der von ihr vorgelegte Haushaltsplan 2015 wurde von der Versammlung genehmigt. Nach dem Bericht über die Kassenprüfung von Ilse Wörner erfolgte die Entlastung der Vorstandschaft auf Antrag von Hubert Fischinger einstimmig.

 

Bei den Wahlen gab es kaum Veränderungen. Hildegard Landsperger aus Dischingen bleibt die 1. Vorsitzende für die nächsten drei Jahre. Wiedergewählt wurden auch Ilse Matscheko, Trochtelfingen (Schriftführerin), Anne Stürzl, Oettingen (Pressesprecherin), Irmgard Schneider, Megesheim und Andrea Bäurle, Deiningen (Beisitzerinnen). Neu als Kassenprüferin ist Susanne Gartenmeier aus Marktoffingen, die zusammen mit Ilse Wörner aus Neresheim dieses Amt übernimmt.

Turnusgemäß sind weiterhin im Vorstand die stellvertretende Vorsitzende Angelika Mahler (Kirchheim), Schatzmeisterin Diana Geiger (Kirchheim), die Beisitzerinnen Lissi Rögele (Mönchsdeggingen) und Melanie Slavik (Utzmemmingen). Edgar Horn und Hubert Fischinger gratulierten zur Wahl und sicherten in ihren Grußworten dem Arbeitskreis weiterhin Unterstützung zu.  

 

Vortrag „Wenn der Staatsanwalt klingelt“

 

Durch Verschärfung von Strafgesetzen oder neu geschaffene Gesetze geraten Unternehmen immer häufiger ins Visier der Staatsanwälte und die Zahl der Untersuchungen steigt an. Staatsanwaltschaft, Polizei, Steuerfahndung, Kartellbehörden oder andere Ermittlungsbehörden stehen meist ohne vorherige Anmeldung mit einem Durchsuchungsbefehl vor der Tür.

 

Für die Fahnder gelten aber enge Grenzen. Durchsuchungen von Betrieben und Wohnungen auf gut Glück sind verboten, sagt Andreas Press von der DEURAG AG.

Grund für eine staatsanwaltliche Ermittlung könne  beispielsweise ein Verstoß gegen das Arbeitsschutzgesetz, das Vorenthalten von Sozialabgaben, ein Umweltdelikt oder ein schwerer Arbeitsunfall sein. Die Staatsanwaltschaft sei zu Ermittlungen verpflichtet, sobald ein Anfangsverdacht vorläge. Grundsätzlich könne aber jeder in Verdacht geraten, auch unverschuldet. Schon eine anonyme Anzeige, erstattet von einem entlassenen Mitarbeiter oder einem missgünstigen Konkurrenten könne ein Strafverfahren auslösen.

 

Eine Durchsuchung der Geschäftsräume oft auch der Privaträume seien für den Beschuldigten, seine Familie, den Betrieb und die Mitarbeiter enorm belastend. Psychologisch überfordert wissen Chefs und Mitarbeiter oft nicht, wie sie sich verhalten sollen und gäben oft vorschnell Informationen preis. Andreas Press rät: „Holen Sie sich einen Verteidiger an Ihre Seite!“. Ein versierter Anwalt könne von Anfang an Einfluss auf das Verfahren nehmen und bekäme Einsicht in die Ermittlungsakten – der Beschuldigte selbst nicht. Auch wenn sich die Vorwürfe später als unbegründet herausstellen, leidet der Ruf der Firma bei Kunden und Geschäftspartnern, ganz zu schweigen von der persönlichen Vertrauenswürdigkeit des Beschuldigten.

 

Einige Vorkehrungen im Unternehmen sind laut Press unerlässlich: „Sichern Sie Daten und Informationen, die für Ihre Arbeit wichtig sind mehrfach. Sie müssen davon ausgehen, dass die Ermittler oft monatelang Ihre Rechner beschlagnahmen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern Anweisungen  für den Ernstfall und überprüfen Sie Ihre Rechtschutz-Versicherungen auf erweiterten Straf-Rechtsschutz, denn der Kostenaufwand für eine Verteidigung sei hoch.“

Posted by: A. Stürzl ufh06.11.2015